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EN  United States
  • EL CID

    composer: Buhl Marcel
    instrumentation:
    CONCERT BAND
    duration: 12:00 min.
    size: Large Format (A4 portrait)
    difficulty level: 4
    genre:
    • Concert Pieces
    • Original Works & Contest Pieces
    year of publication: 2019
    price:    U
    description:
    Geboren im 11. Jahrhundert nach Christus, wurde der kastilische Kleinadelige Rodrigo Díaz de
    Vivar, genannt El Cid, schon zu Lebzeiten Nationalheld und Inbegriff der Befreiung von den Mauren
    – und ist es bis heute geblieben. Nach dem Aufstieg am Königshof wurde El Cid schnell Heerführer
    und konnte so das Land von den Mauren befreien. Das vorliegende Werk soll die Legende des El
    Cid musikalisch nacherzählen und von den Geschehnissen um den Volkshelden berichten.
    Mysteriös und geheimnisvoll wirken die ersten Takte des Werkes mit ihren undurchsichtigen
    Klängen und bewegten Soli. Diese düstere Stimmung stellt die Unterdrückung der Bevölkerung
    und die Unsicherheit des Landes dar. Umso expressiver erscheint das Oboensolo, welches das
    Hauptthema des Befreiungskampfes vorstellt. Dieser verzweifelte und einsame Hilferuf, der in
    seiner unscheinbaren Begleitung die dramatische Situation der Bevölkerung widerspiegelt,
    findet Gehör und kann immer mehr Menschen von der Idee der Freiheit und des Widerstandes
    überzeugen. Die kräftigen Hörner übernehmen die Melodie und im Tutti erdfährt das Leid der
    Unterdrückung seinen dramatischen Höhepunkt. Nach Abklingen des Hauptthemas findet
    man El Cid in einer Kneipe wieder, wo dieser den Klängen eines sich nach einer langsamen
    Einleitung entwickelnden Tanzes lauscht und sich schließlich selbst unter die Tanzenden begibt.
    In diesem Abschnitt des Werkes spielt die ständigen Wechsel der Klangfarben und permanenten
    dynamischen Übergänge eine große Rolle. Durch Überlagerung verschiedener Themen und
    Motive entsteht ein energiereiches und mitreißendes Ganzes, das vor allem durch das Spiel
    mit verschiedenen Farbnuancen beeindruckt. Auch das im symphonischen Blasorchester eher
    exotische Sopransaxophon bringt, nicht nur solistisch eingesetzt, eine neue Farbe in das Stück und
    macht diese Passage sehr reizvoll. Nach Abklingen des Tanzes folgt ein Moment des Innehaltens,
    bis die Röhrenglocken, die das Schlagen einer Kirchenglocke symbolisieren, die Situation auflösen.
    Wie auch die Vortragsbezeichnung Andante religioso vermuten lässt, befindet sich El Cid nun
    in der Isolation einer Kirche. Im musikalischen Gebet versucht er, Kraft für den bevorstehenden
    Unabhängigkeitskampf zu schöpfen. Unvermittelt und abrupt jedoch beginnt ein Kampf, welcher
    rasant Fahrt aufnimmt. Der wilde 7/8-Takt, der mit den immer wieder eingeschobenen ¾-Takten
    einen rhythmischen Kontrast findet, zeigt die Wirren der Schlacht. Schließlich gipfelt das Geschehen
    im langsamen Grandioso, der Siegesjubel erschallt, wenn auch nur für wenige Sekunden, in Dur.
    Jedoch kehrt er schnell in seine Molltonart zurück, da El Cid schwer verwundet wurde. Unter
    den Männern macht sich Niedergeschlagenheit und Unsicherheit breit. Ohne ihren Anführer
    können die Kämpfer ihre günstige Lage nicht nutzen, dazu fehlt ihnen der Mut. Der schwache und
    verwundete El Cid nimmt nach einem Moment der Ungewissheit das Hauptthema wieder auf und
    beschwört die Männer, ihre Vision der Befreiung nicht aufzugeben. Das Motiv der Unterdrückung
    kann immer mehr Krieger dazu animieren, den Sieg zu verwirklichen. El Cid konnte seinen Männern
    Mut zureden und sie überzeugen, weiterzukämpfen, wie das mächtige Tutti zeigt. Zuletzt wird in
    das Werk noch eine weitere Legende eingearbeitet: Nach dieser wurde der schwer verwundete El
    Cid auf sein Pferd gebunden, um so seinen Männern voran, wieder zurück auf das Schlachtfeld zu
    reiten. Dieses Bild schlug die Feinde in die Flucht. Wie die Wiederaufnahme des 7/8-Taktes und des
    Kampfmotives zeigt, kann El Cid so seinen Männern zum Sieg verhelfen und schließlich mit diesem
    Mythos gänzlich zur Legende werden.

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